Terrornetzwerk NSU

Neonazis der Terrororganisation „Nationalsozialistischer Untergrund“ (NSU) ermordeten zwischen 2000 und 2006 zehn Menschen in verschiedenen deutschen Großstädten. Der NSU verübte mindestens 43 weitere Mordversuche, 15 Banküberfälle und drei Sprengstoffanschläge. https://www.bpb.de/fsd/rechtsextremismus/infografik_nsu/index.html# Zwei der Haupttäter, Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt, nahmen sich nach einem missglückten Banküberfall 2011 das Leben. Daraufhin zündete die dritte Haupttäterin, Beate Zschäpe, die gemeinsame Wohnung in Zwickau an, verschickte Bekennervideos und stellte sich wenige Tage später der Polizei. Im Juli 2018 wurde Beate Zschäpe zu lebenslanger Haft verurteilt. Vier Unterstützer erhielten Haftstrafen zwischen zweieinhalb und zehn Jahren. Die Urteile sind noch nicht rechtskräftig. Trotz Hinweisen von Zeugen und über 40 Spitzeln im Umfeld der TäterInnen gelang es den Behörden nicht, die neonazistische Mordserie aufzuklären. Sie ermittelten stattdessen im […]

Neonazis der Terrororganisation „Nationalsozialistischer Untergrund“ (NSU) ermordeten zwischen 2000 und 2006 zehn Menschen in verschiedenen deutschen Großstädten.

Der NSU verübte mindestens 43 weitere Mordversuche, 15 Banküberfälle und drei Sprengstoffanschläge.

https://www.bpb.de/fsd/rechtsextremismus/infografik_nsu/index.html#

Zwei der Haupttäter, Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt, nahmen sich nach einem missglückten Banküberfall 2011 das Leben. Daraufhin zündete die dritte Haupttäterin, Beate Zschäpe, die gemeinsame Wohnung in Zwickau an, verschickte Bekennervideos und stellte sich wenige Tage später der Polizei.

Im Juli 2018 wurde Beate Zschäpe zu lebenslanger Haft verurteilt. Vier Unterstützer erhielten Haftstrafen zwischen zweieinhalb und zehn Jahren. Die Urteile sind noch nicht rechtskräftig.

Trotz Hinweisen von Zeugen und über 40 Spitzeln im Umfeld der TäterInnen gelang es den Behörden nicht, die neonazistische Mordserie aufzuklären. Sie ermittelten stattdessen im Umfeld der Ermordeten. Die Hinterbliebenen wurden verdächtigt, observiert und befragt. Ihren Erklärungen wurde kein Glauben geschenkt.

Mit dem Versagen der staatlichen Behörden beschäftigen sich bisher neun Untersuchungsausschüsse – einer davon auch im Landtag von Mecklenburg-Vorpommern.

Hinterbliebene und zivilgesellschaftliche Initiativen fordern, dass die Verbrechen des NSU und die Rolle der Behörden weiter aufgeklärt und Konsequenzen gezogen werden.